Warum Routinen dir Zeit sparen

Hast du dich schon mal gefragt, warum Morgenroutinen, Abendroutinen, Schminkroutinen, Sportroutinen und alle anderen Routine-Blogs und Videos im Moment so das Internet überfluten und was eigentlich der Vorteil von festen Gewohnheiten ist? In diesem Artikel kannst du lesen, was dir eine feste Routine bringt und was sie mit Zeit sparen zu tun hat.  

Zunächst einmal nehmen dir Routinen täglich Entscheidungen ab. Hast du dich einmal entschieden, morgens immer um 7 aufzustehen und um 9 mit der Arbeit anzufangen, dann machst du es irgendwann jeden Morgen ganz automatisch. Hast du dagegen keine festen Zeiten, führst du jeden einzelnen Morgen Diskussionen mit dir selbst und dem Wecker, ob du denn jetzt wirklich aufstehst und ob du nicht doch noch 4 mal die Snooze-Taste drückst und noch eine Stunde schläfst. Eltern kennen diese Diskussionen nur zu gut von ihren Kindern. Wir vergessen aber häufig, dass auch wir selbst ungeregelte Abläufe immer und immer wieder hinterfragen. Dieses ständige Hinterfragen, Diskutieren und Entscheiden kostet Anstrengung und Zeit. Wenn du zum Beispiel jeden Morgen erst überlegst, ob du zuerst Sport machst oder sofort anfängst zu arbeiten oder doch heute mal lange und gemütlich frühstückst und dann erstmal ein Bad nimmst bevor du produktiv wirst, verschwendest du super viel Zeit, aber vor allem Energie darauf, jeden Tag über dieselben Dinge nachzudenken. Diese Energie könntest du für viele andere Tätigkeiten viel sinnvoller und besser einsetzen. 

Deshalb solltest du so viel wie möglich, das sich täglich abspielt, in einen festen Rahmen mit festen Uhrzeiten und Abläufen bringen. Auf diese Weise sparst du dir viel unnötigen Aufwand und Zeit.  

Routinen führen außerdem dazu, dass deine Abläufe schneller und automatischer funktionieren. Das beste Beispiel dafür ist das Zähne putzen. Du haderst wahrscheinlich nicht jeden Abend erst eine halbe Stunde damit, ob du jetzt Zähne putzen gehst oder nicht, sondern machst es einfach, weil es selbstverständlich ist. Du suchst auch nicht jeden Tag deine Zahnbürste und Zahnpasta, weil sie immer an der gleichen Stelle liegen. Genauso wenig überlegst du dir jedes Mal, mit welcher Technik oder in welcher Reihenfolge du deine Zähne putzt. Es funktioniert alles voll automatisch und dauert brutto = netto ca. 3 Minuten. Ziel ist es also, die extra Zeiten drum herum zu eliminieren. Das Überlegen, wann du zu welchem Sport gehst und was du dafür anziehst, jeden Tag zu überlegen, um wieviel Uhr du arbeiten gehst, jeden Tag zu überlegen, wieviel Zeit du auf Social Media verbringst… die Liste ist endlos.  

Aber wie setze ich diese Automatisierungsmöglichkeiten jetzt um?

Nehmen wir das Beispiel Sport machen: 
Überleg dir zuerst einmal, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit es für dich Sinn macht zum Sport zu gehen und mach es nach und nach so selbstverständlich wie Zähne putzen. Je mehr du drum herum automatisieren kannst, desto besser. Nimm immer die gleiche Sporttasche, geh immer entweder direkt von der Arbeit oder immer von zuhause aus los zum Sport. Zieh möglichst sogar die gleichen Sachen an. Wenn du beispielsweise immer montags und donnerstags zum Sport gehst und am Wochenende die Wäsche wäschst, passt das zeitlich hervorragend. Auch die Abläufe kannst du automatisieren, wenn dir die Gewohnheit dann leichter fällt. Beispielsweise so: 

  • Vorabend: Sporttasche packen und am nächsten Morgen mitnehmen 
  • Am Tag selbst: 16:30 Uhr Feierabend machen, direkt die Tasche schnappen und zum Sport gehen.  
  • 17:00 Uhr Beginn mit der Trainingseinheit (z.B. Joggen oder Fitnessstudio) – auch hier kannst du immer die gleiche Reihenfolge an Übungen machen oder die gleiche Runde laufen.  

Wenn dir das zu langweilig ist, mach zum Beispiel montags eine andere Routine als donnerstags oder automatisiere nur das Aufwärmen und Cool-down, aber nicht den Hauptteil dazwischen. Je mehr sich deine Abläufe wiederholen, desto mehr gehen sie in Fleisch und Blut über und du kommst gar nicht mehr auf die Idee, um 16:30 nicht deine Tasche zu nehmen und Sport zu machen. 

Natürlich können und wollen wir nicht unseren gesamten Tag jede Woche gleich gestalten und brauchen auch Spontaneität und Flexibilität im Alltag. Versuch daher, einen Mittelweg zu finden und die „langweiligen“, immer wieder kehrenden Tätigkeiten möglichst viel zu automatisieren und effizient aufzubauen, denn damit schaffst du dir Freiräume für die Gestaltung deines restlichen Tages und kannst dich innerhalb deines routinierten Rahmens kreativ und spontan ausleben. 

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