Zeitmanagement im Hobby

Du willst schon lange endlich mal wieder anfangen Sport zu machen oder deine verstaubte Gitarre wieder aus dem Schrank holen? In diesem Artikel zeige ich  dir die 4 Schritte, mit denen du es schaffst, regelmäßig Zeit für dein Hobby in den Alltag zu integrieren.

1 Das Hobby als Pflichttermin sehen

Schon als Kind hat meine Mutter immer sehr stark darauf geachtet, dass wenn ich mich zu etwas anmelde, auch regelmäßig dahin gehe. So hab ich mir als Kind schon die nötige Disziplin angeeignet, auch einem Hobby gewissenhaft nachzugehen. Aber keine Angst. Auch wenn du diese Disziplin nicht schon von Kindesbeinen auf gelernt hast, kannst du sie dir aneignen oder einfach auf dein Hobby übertragen.

Ein Trick dabei ist, dein Hobby als eine Art Vertrag mit dir selbst zu sehen. Verträge oder Absprachen mit anderen hältst du schließlich auch ein. Also solltest du erst recht ein Versprechen einhalten, dass du dir selbst gegeben hast. Außerdem solltest du nicht erst am Tag selbst überlegen, ob du heute wieder Lust hast, deinem Hobby nachzugehen, sondern bestenfalls schon zu Beginn der Woche. Dann kannst du am Vorabend beispielsweise deine Sportklamotten rauslegen oder direkt zur Arbeit mitnehmen und musst nicht erst kurz vorher überlegen, ob es überhaupt noch zeitlich passt, loszugehen.

2 Feste Zeiten einplanen

Ein weiterer Trick, um dir mehr Disziplin im Hobby aufzubauen ist feste Zeiten einzuplanen. Nimm dir zumindest einen bestimmten Tag, besser noch auch die Uhrzeit vor, wann du deinem Hobby nachgehen möchtest. Nimmst du dir zum Beispiel jeden Montag 2 Stunden Zeit, um ins Fitness-Studio zu gehen, wird es bald zur Routine und dein Umfeld kann sich darauf einstellen, dass du zu diesen Zeiten eben nicht verfügbar bist.

Wenn du gerade erst anfängst, ein regelmäßiges Hobby in deinen Alltag zu integrieren, kann es helfen, wenn du erstmal mit einem Kurs anfängst. Meistens bezahlt man dafür im Vorhinein und er findet jede Woche zu einem festen Termin statt. Die Motivation dahinter ist dann erstens, dass du jede Woche nur die eine Chance hast, den Kurs zu besuchen. Wenn du nicht gehst, hast du  eben Pech gehabt. Und zweitens möchtest du dein Geld ja auch nicht umsonst ausgegeben haben, sondern auch den Mehrwert dafür erhalten.

3 Klare Ziele setzen

Ich erwähne es immer wieder, da es super wichtig ist, aber im Alltag einfach oft in Vergessenheit gerät. Ein klares, smartes Ziel vor Augen zu haben, ist schon die halbe Miete. Falls dir nicht klar ist, wie du dir solche Ziele setzt, lies es gerne noch einmal im Beitrag zum Thema Ziele nach.

Anstatt also zu sagen: ich fang mal wieder mit dem Joggen an, sag besser:
Am Montag um 17 Uhr gehe ich 5km joggen.

Und anstatt dir vorzunehmen: Ich könnte mal wieder Klavier spielen, sag besser:
Am Mittwoch fange ich um 14 Uhr an, hole meine alten Noten raus und spiele 2 Stücke auf dem Klavier.

Wichtig bevor du anfängst: Denk vorher nach, ob du das ganze Equipment, das du brauchst parat hast. Denn was wär blöder als dich motiviert ans Klavier zu setzen, nur um dann festzustellen, dass die Saiten längst verstimmt sind? Oder dein Fahrrad aus der Garage zu holen und nach 3 Metern zu merken, dass die Reifen inzwischen platt sind. Denk also daran, dir etwas Vorlaufzeit einzuplanen, sodass du mit deiner frisch erneuerten Ausrüstung sofort loslegen kannst.

4 Ziele monatlich anpassen

Urlaube, Projekte, Arbeit, Kinder: ständig kommt etwas dazwischen und dann ist das Hobby häufig der erste Teil des Alltags, der zurückstecken muss. Ist aber gar nicht schlimm. Wer gerade im Urlaub am Strand liegt, denkt schließlich nicht daran, das nächste Klavier-Stück zu proben. Wichtig ist, sich dieser Unterschiede im Alltag bewusst zu werden und danach zu planen.

Ich benutze dabei am liebsten Monatsziele. Jeden Monat überlege ich mir neu, welche meiner Tätigkeiten im Fokus steht. Ist zum Beispiel ein Kurzurlaub geplant, setze ich mir niedrigere Ziele für meinen Sport. Bei deiner Monats- und Wochenplanung planst du am besten zuerst die fixen Termine ein und dann die variablen drum herum.

Bonus-Motivationstipp

Bei einem Hobby, bei dem andere auf dich angewiesen sind, zum Beispiel Mannschaftssport, hilft die soziale Motivation: „Die anderen können ja nicht richtig trainieren und verschwenden ihre Zeit, wenn ich nicht komme.“ Indem du dir das in Erinnerung rufst, kannst du dein schlechtes Gewissen den anderen gegenüber als Motivation nutzen.

Viel Erfolg bei der Umsetzung! Dieser monthly Tracker wird dir sicher dabei helfen.

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